Mein heiliges Land – Auf der Suche nach meinem verlorenen Bruder

Mein heiliges LandMein heiliges Land von Michael Degen

Autorenlesung

6 CDs,  413 min

Argon Hörbuch

Der Schauspieler Michael Degen überlebte den Nationalsozialismus gemeinsam mit seiner Mutter im Berliner Untergrund. In „Nicht alle waren Mörder – Eine Kindheit in Berlin“ hielt Degen seine Erinnerungen an diese Zeit fest. Eine überaus fesselnde Geschichte, die in einem Mehrteiler von Jo Baier verfilmt wurde.

„Mein heiliges Land – auf der Suche nach meinem verlorenen Bruder“ erfahren wir nun die Fortsetzung, wie es Degen in der Nachkriegszeit ergangen ist. Nach seiner Ausbildung am Deutschen Theater in Berlin lebte er ab 1949 für einige Jahre in Israel. Seine Mutter hatte ihn gebeten dort nach seinem älteren Bruder zu suchen, der 1940 noch über Dänemark und Schweden nach Israel fliehen konnte. Der junge Schauspieler begibt sich nun, fast 10 Jahre später, auf die Suche nach seinem vier Jahre älteren Bruder Adolf („Was hat sich mein Vater nur dabei gedacht?“), den er zum letzten Mal 1940 gesehen hat, als sich dieser mit Hilfe einer jüdischen Organisation auf den gefährlichen Weg nach Palästina begab.

Als der 17 jährige Degen sich in Marseille einschifft, weiß er nicht, ob Adi noch lebt. Ganz auf sich allein gestellt, muss er all seinen Mut und seine Kraft aufbringen, sich in diesem für ihn noch fremden Land durchzuschlagen, das ihm bald zur zweiten Heimat wird.
Der noch junge Staat Israel braucht freiwillige, motivierte Zuwanderer wie ihn und ehe er sich versieht, landet der junge Pazifist in einem Ausbildungscamp der israelischen Armee. Er erhält ungefragt die israelische Staatsbürgerschaft und wird zum Militärdienst einberufen.
Die Suche nach Adi führt Michael Degen über eine Theaterbühne in Tel Aviv, auch lernt er seinen uralten Großonkel kennen und erlebt seine erste große Liebe.

Viele bewegende und amüsante Erlebnisse verarbeitet der Autor in diesem Roman, wie die Begegnungen mit seinem Großonkel, den Frauen Luba und Judith oder seine Zeit am Theater von Tel Aviv.
Michael Degen kreierte ein lebendiges, bewegendes Bild der Gründerjahre Israels, in denen im Gegensatz zu heute Juden und Araber noch friedlich zusammen leben konnten.
Er schreibt humorvoll und spannend und zeigt sich als grandioser Erzähler. Wundervolle, lebendige Personenbeschreibungen lassen den Hörer ganz eintauchen in diese wirklich aufregende und bewegte Lebensgeschichte. Degen ist ein begnadeter Erzähler und ließt dieses Hörbuch, seine eigene Geschichte, natürlich selbst. Mit Authentizität und mit viel Herzblut vorgetragen spürt der Hörer, dass dieser Roman eine wirkliche Herzensangelegenheit des Autors ist. Mitreißend und warmherzig wird den Figuren wieder Leben eingehaucht und wir als Zuhörer befinden uns für eine Hörbuchlänge in dem kosmopolitischen Israel der Nachkriegszeit.

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